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BEZEICHNUNG

       uscan - durchsucht/beobachtet Quellen der Ursprungsautoren nach neuen Veröffentlichungen der Software

ÜBERSICHT

       uscan [Optionen] [Pfad]

BESCHREIBUNG

       For basic usage, uscan is executed without any arguments from the root of the Debianized source tree
       where you see the debian/ directory, or a directory containing multiple source trees.

       Unless --watchfile is given, uscan looks recursively for valid source trees starting from the current
       directory (see the below section "Directory name checking" for details).

       For each valid source tree found, typically the following happens:

       •   uscan liest den ersten Eintrag in debian/changelog, um den Namen des Quellpakets <Quellpaket> und die
           neueste Version der Ursprungsautoren zu bestimmen.

       •   uscan verarbeitet die Watch-Zeilen debian/watch von oben nach unten in einem einzigen Durchlauf.

           •   uscan lädt eine Web-Seite von der in debian/watch angegebenen URL herunter.

           •   uscan  extrahiert  Hrefs,  die  auf  Tarbälle  der  Ursprungsautoren  von der durch Suchmuster in
               debian/watch angegebenen Web-Seite zeigen.

           •   uscan lädt den Tarball der Ursprungsautoren mit der höchsten Version,  die  neuer  ist,  als  die
               letzte Version der Ursprungsautoren, herunter.

           •   uscan   speichert   den   heruntergeladenen   Tarball   ins   übergeordnete    ../   Verzeichnis:
               ../<Ursprungsautorenpaket>-<neueste-Ursprungsautorenversion>.tar.gzuscan     ruft     mk-origtargz     auf,     um     den     Quell-Tarball      zu      erstellen:
               ../<Quellpaket>_<Originalversion>.orig.tar.gz

               •   Bei  einem  Paket  aus  mehreren Tarbällen der Ursprungsautoren (MUT) wird der untergeordnete
                   Tarball                  der                   Ursprungsautoren                   stattdessen
                   ../<Quellpaket>_<Originalversion>.orig-<Komponente>.tar.gz genannt.

           •   Dies wird wiederholt, bis alle Zeilen in debian/watch verarbeitet wurden.

       •   uscan   ruft   uupdate   auf,  um  den  an  Debian  angepassten  Quellverzeichnisbaum  zu  erstellen:
           ../<Quellpaket>-<Originalversion>/*

       Bitte beachten Sie Folgendes:

       •   For simplicity, the compression method used in examples is gzip with .gz suffix. Other  methods  such
           as xz, bzip2, and lzma with corresponding xz, bz2 and lzma suffixes may also be used.

       •   Since  version  4 of debian/watch, uscan enables handling of multiple upstream tarball (MUT) packages
           but this is a rare case for Debian packaging. For a single upstream tarball package,  there  is  only
           one watch line and no ../<spkg>_<oversion>.orig-<component>.tar.gz.

       •   uscan  erzeugt  mit  der Option --verbose einen für Menschen lesbaren Bericht über die Ausführung von
           uscan.

       •   uscan erzeugt mit der Option --debug einen für Menschen lesbaren  Bericht  über  die  Ausführung  von
           uscan einschließlich der Status interner Variablen.

       •   uscan  with  the --extra-debug option produces a human readable report of uscan's execution including
           internal variable states and remote content during "search" step.

       •   uscan erzeugt mit der Option --dehs einen Bericht über den Paketstatus der Ursprungsautoren  im  XML-
           Format für andere Programme, wie das Debian External Health System.

       •   Der  vorrangige  Zweck  von  uscan  ist  es,  festzustellen,  ob die neueste Version des Tarballs der
           Ursprungsautoren  verwendet  wird  oder  nicht  und  den  neuesten   Tarball   der   Ursprungsautoren
           herunterzuladen. Die Ordnung der Versionen wird durch dpkg --compare-versions festgelegt.

       •   uscan  beschränkt mit der Option --safe seine Funktionalität auf seinen vorrangigen Zweck. Sowohl das
           erneute Packen heruntergeladener Dateien als auch das Aktualisieren des Quellverzeichnisbaums  werden
           übersprungen,   um  die  Ausführung  unsicherer  Skripte  zu  vermeiden.  Dies  ändert  außerdem  die
           Voreinstellung auf --no-download und --skip-signature.

FORMAT DER WATCH-DATEI

       The current debian/watch format is described in debian-watch(5) manpage. Old formats (version 1 to 4) are
       described in debian-watch-4(5) manpage.

BEISPIELE FÜR COPYRIGHT-DATEIEN

       Es folgt ein Beispiel für die Datei debian/copyright die ein automatisches erneutes Packen  des  Tarballs
       der  Ursprungsautoren in <Quellpaket>_<Originalversion>.orig.tar.gz anstößt (In debian/copyright sind die
       Absätze Files-Excluded und Files-Excluded-Komponente ein Teil des ersten Abschnitts  und  dort  ist  eine
       leere Zeile vor den folgenden Abschnitten, die Files und andere Absätze enthalten.):

         Format: http://www.debian.org/doc/packaging-manuals/copyright-format/1.0/
         Files-Excluded: exclude-this
          exclude-dir
          */exclude-dir
          .*
          */js/jquery.js

         Files: *
         Copyright: ...
         ...

       Hier  ein  weiteres  Beispiel  für  die debian/copyright-Datei, die ein automatisches erneutes Packen der
       Tarbälle mit mehreren Paketen (MUT) der  Ursprungsautoren  in  <Quellpaket>_<Originalversion>.orig.tar.gz
       und <Quellpaket>_<Originalversion>.orig-bar.tar.gz anstößt.

         Format: http://www.debian.org/doc/packaging-manuals/copyright-format/1.0/
         Files-Excluded: exclude-this
          exclude-dir
          */exclude-dir
          .*
          */js/jquery.js
         Files-Excluded-bar: exclude-this
          exclude-dir
          */exclude-dir
          .*
          */js/jquery.js

         Files: *
         Copyright: ...
         ...

       The  debian/copyright  file  may  also  contain Files-Included and Files-Included-component stanzas which
       include files that were previously excluded. This is useful to exclude  most  but  not  all  files  in  a
       directory:

         Format: http://www.debian.org/doc/packaging-manuals/copyright-format/1.0/
         Files-Excluded: vendor-dir
         Files-Included:
          vendor-dir/directory/to/keep
          vendor-dir/*/file-to-keep

         Files: *
         Copyright: ...
         ...

       Siehe mk-origtargz>(1).

BEISPIELE FÜR SCHLÜSSELBUNDDATEIEN

       Nehmen  wir  einmal an, dass »Uscan-Testschlüssel (kein Geheimnis) <none@debian.org> der Ursprungsautoren
       Pakete mit einem geheimen OpenPGP-Schlüssel signiert und den zugehörigen  öffentlichen  OpenPGP-Schlüssel
       veröffentlicht.  Dieser  öffentliche OpenPGP-Schlüssel kann mittels der hexadezimalen Form auf drei Arten
       identifiziert werden.

       •   Der Fingerabdruck als die 20 Byte Daten, die vom  öffentlichen  OpenPGP-Schlüssel  berechnet  wurden.
           Z.B.»CF21 8F0E 7EAB F584 B7E2 0402 C77E 2D68 7254 3FAF«

       •   Die lange Schlüsselkennung als die letzten acht Byte des Fingerabdrucks. Z.B. »C77E2D6872543FAF«

       •   Die kurze Schlüsselkennung als die letzten vier Byte des Fingerabdrucks. Z.B. »72543FAF«

       In  Anbetracht, dass es Kollisionsangriffe auf die kurze Schlüsselkennung gibt, wird empfohlen, die lange
       Schlüsselkennung zum Empfang von Schlüsseln des öffentlichen Schlüsselservers zu  verwenden.  Sie  müssen
       den    heruntergeladenen    OpenPGP-Schlüssel    mittels   seines   vollständigen   und   Ihnen   bereits
       bekanntenFingerabdruckwerts prüfen, um festzustellen, ob es der vertrauenswürdige ist.

       The armored keyring file debian/upstream/signing-key.asc can be created  by  using  the  gpg  command  as
       follows.

         $ gpg --recv-keys "C77E2D6872543FAF"
         ...
         $ gpg --finger "C77E2D6872543FAF"
         pub   4096R/72543FAF 2015-09-02
               Key fingerprint = CF21 8F0E 7EAB F584 B7E2  0402 C77E 2D68 7254 3FAF
         uid                  uscan test key (no secret) <none@debian.org>
         sub   4096R/52C6ED39 2015-09-02
         $ cd path/to/<upkg>-<uversion>
         $ mkdir -p debian/upstream
         $ gpg --export --export-options export-minimal --armor \
               'CF21 8F0E 7EAB F584 B7E2  0402 C77E 2D68 7254 3FAF' \
               >debian/upstream/signing-key.asc

       Die  binären  Schlüsselbunddateien  debian/upstream/signing-key.pgp  und  debian/upstream-signing-key.pgp
       werden immer noch unterstützt, sind jedoch missbilligt.

       Falls eine Gruppe von Entwicklern das Paket signiert, müssen Sie die Fingerabdrücke von  ihnen  allen  im
       Argument für gpg --export  aufführen, damit der Schlüsselbund alle ihre OpenPGP-Schlüssel enthält.

       Manchmal  fragen  Sie  sich  vielleicht,  wer  die Signaturdatei erstellt hat. Sie können die öffentliche
       Schlüsselkennung erhalten, um die abgetrennte Signaturdatei foo-2.0.tar.gz.asc zu  erstellen,  indem  Sie
       gpg wie folgt ausführen:

         $ gpg -vv foo-2.0.tar.gz.asc
         gpg: armor: BEGIN PGP SIGNATURE
         gpg: armor header: Version: GnuPG v1
         :signature packet: algo 1, keyid C77E2D6872543FAF
               version 4, created 1445177469, md5len 0, sigclass 0x00
               digest algo 2, begin of digest 7a c7
               hashed subpkt 2 len 4 (sig created 2015-10-18)
               subpkt 16 len 8 (issuer key ID C77E2D6872543FAF)
               data: [4091 bits]
         gpg: assuming signed data in `foo-2.0.tar.gz'
         gpg: Signature made Sun 18 Oct 2015 11:11:09 PM JST using RSA key ID 72543FAF
         ...

BEFEHLZEILENOPTIONEN

       Für die einfache Benutzung benötigt uscan diese Optionen nicht.

       --conffile, --conf-file
           Standard-Konfigurationsdateien hinzufügen oder ersetzen ("/etc/devscripts.conf" und "~/.devscripts").
           Dies kann nur als erste auf der Befehlszeile angegebene Option benutzt werden.

           replace:
                 uscan --conf-file test.conf --verbose

           add:
                 uscan --conf-file +test.conf --verbose

               If one --conf-file has no "+", default configuration files are ignored.

       --no-conf, --noconf
           liest  keine  Konfigurationsdateien.  Dies  kann nur als erste auf der Befehlszeile angegebene Option
           benutzt werden.

       --no-verbose
           gibt keine detaillierten Informationen aus. (Voreinstellung)

       --verbose, -v
           zeigt detaillierte Informationen an.

       --debug, -vv
           Report verbose information and some internal state values.

       --extra-debug, -vvv
           berichtet detaillierte Informationen einschließlich heruntergeladener Webseiten als  verarbeitet  zur
           Fehlersuche auf die Standardfehlerausgabe.

       --dehs
           sendet  Ausgaben  im  DEHS-Stil  (XML-Typ)  an die Standardausgabe, während alle anderen Ausgaben von
           Uscan an die Standardfehlerausgabe gesandt werden.

       --no-dehs
           verwendet nur das traditionelle Uscan-Ausgabeformat.(Voreinstellung)

       --download, -d
           lädt die neue Veröffentlichung der Ursprungsautoren herunter. (Voreinstellung)

       --force-download, -dd
           lädt die neue Veröffentlichung der Ursprungsautoren sogar dann herunter, wenn sie aktuell  ist  (wird
           jedoch nicht die lokale Datei überschreiben).

       --overwrite-download, -ddd
           lädt  die  neue Veröffentlichung der Ursprungsautoren sogar dann herunter, wenn sie aktuell ist (kann
           die lokale Datei überschreiben).

       --no-download, --nodownload
           lädt die Informationen nicht herunter und meldet sie nicht.

           Vorher heruntergeladene Tarbälle können verwendet werden.

           ändert die Voreinstellung in --skip-signature.

       --signature
           lädt die Signatur herunter. (Voreinstellung)

       --no-signature
           lädt die Signatur nicht herunter, prüft jedoch, ob sie bereits heruntergeladen wurde.

       --skip-signature
           belästigt weder mit dem Herunterladen noch mit dem Prüfen der Signatur.

       --safe, --report
           vermeidet die Ausführung unsicherer Skripte, indem sowohl das erneute  Packen  des  heruntergeladenen
           Pakets als auch das Aktualisieren des neuen Quellcodeverzeichnisbaums übersprungen wird.

           ändert die Voreinstellung in --no-download und --skip-signature.

           Wenn  uscan  mit  dem  Ziel  ausgeführt  wird,  den  Status  des  Pakets der Ursprungsautoren in eine
           sicherheitsbewusste Umgebung aufzunehmen, stellen Sie sicher, dass Sie diese Option verwenden.

       --report-status
           Dies entspricht dem Setzen der Option »--verbose --safe«

       --download-version Version
           gibt die Version an, zu der die Veröffentlichung der Ursprungsautoren passen muss,  um  anstelle  der
           Veröffentlichung  mit der höchsten Versionsnummer berücksichtigt zu werden (eine bestmöglich erfüllte
           Funktionalität).

       --download-debversion version
           gibt die Debian-Paketversion an, um die entsprechende Veröffentlichungsversion  der  Ursprungsautoren
           herunterzuladen. Die Regeln dversionmangle und uversionmangle werden berücksichtigt (eine bestmöglich
           erfüllte Funktionalität).

       --download-current-version
           lädt die aktuelle paketierte Version herunter (eine bestmöglich erfüllte Funktionalität).

       --check-dirname-level N
           Die Erklärung dieser Option finden Sie im nachfolgenden Abschnitt Prüfung von Verzeichnisnamen.

       --check-dirname-regex regulärer_Ausdruck
           Die Erklärung dieser Option finden Sie im nachfolgenden Abschnitt Prüfung von Verzeichnisnamen.

       --destdir Pfad Normalerweise ändert uscan sein internes aktuelles Verzeichnis auf das Quellverzeichnis
       des Pakets, in dem debian/ liegt. Dann wird das Zielverzeichnis zum Herunterladen des Tarballs und
       anderer Dateien auf das übergeordnete Verzeichnis ../ dieses internen aktuellen Verzeichnisses gesetzt.
           Dieses Standardzielverzeichnis kann durch Setzen der Option --destdir auf einen bestimmten Pfad außer
           Kraft  gesetzt  werden.  Falls dieser Pfad relativ ist, wird das Zielverzeichnis relativ zum internen
           aktuellen Verzeichnis bestimmt, in dem uscan ausgeführt wird. Falls dieser Pfad absolut ist, wird das
           Zielverzeichnis ungeachtet des internen aktuellen Verzeichnis, in dem uscan ausgeführt wird, auf Pfad
           gesetzt.

           The above is true not only for the simple uscan run in the  single  source  tree  but  also  for  the
           advanced scanning uscan run with subdirectories holding multiple source trees.

           Eine  Ausnahme  liegt  vor,  wenn  --watchfile  und --package zusammen benutzt werden. In diesem Fall
           werden das interne aktuelle Ausführungsverzeichnis von uscan und das Standardzielverzeichnis auf  das
           aktuelle  Verzeichnis ., von dem uscan gestartet wird, gesetzt. Das Standardzielverzeichnis kann auch
           hier durch Setzen der Option --destdir außer Kraft gesetzt werden.

       --package Paket
           gibt den Namen des zu prüfenden Pakets an, anstatt debian/changelog zu  untersuchen;  dies  erfordert
           die  Optionen --upstream-version (es sei denn, in der Datei watch wurde eine Version angegeben) sowie
           --watchfile. Zudem wird kein Verzeichnis durchsucht und es wird nichts heruntergeladen. Diese  Option
           setzt  automatisch  --no-download  and --skip-signature. Sie ist wahrscheinlich in Verbindung mit dem
           DEHS-System (und --dehs) an nützlichsten.

       --upstream-version Version_der_Ursprungsautoren
           gibt   die   aktuelle   Version   der   Ursprungsautoren   an,   statt   die    debian/watch-    oder
           debian/changelog-Datei  zu  untersuchen,  um  sie  zu  bestimmen.  Dies  wird  ignoriert,  falls  ein
           Verzeichnis-Scan durchgeführt und mehr als eine debian/watch-Datei gefunden wird.

       --vcs-export-uncompressed
           Disable compression of tarballs exported from a version control  system  (Git  or  Subversion).  This
           takes  more space, but saves time if mk-origtargz must repack the tarball to exclude files. It forces
           repacking of all exported tarballs.

       --watchfile watch-Datei
           gibt die Watch-Datei an, statt eine Verzeichnisdurchsuchung durchzuführen, um sie zu bestimmen. Falls
           diese Option ohne --package benutzt  wird,  muss  uscan  aus  dem  Debian-Paketquellenverzeichnisbaum
           aufgerufen  werden  (so  dass  debian/changelog einfach beim Hochlaufen des Verzeichnisbaums gefunden
           werden kann).

           Eine Ausnahme liegt vor, wenn --watchfile und --package  zusammen  benutzt  werden.  uscan  kann  von
           überall   aufgerufen   werden   und   das   interne   Ausführungsverzeichnis   von  uscan  sowie  das
           Standardzielverzeichnis werden auf das aktuelle Verzeichnis . gesetzt, von wo uscan gestartet wird.

           Weitere Einzelheiten erfahren Sie in der Erläuterung von --destdir.

       --bare
           deaktiviert alle Site-spezifischen Codes für Sonderfälle, die URL-Weiterleitungen und Änderungen  des
           Seiteninhalts durchführen.

       --http-header
           Add  specified  header in HTTP requests for matching url. This option can be used more than one time,
           values must be in the form "baseUrl@Name=value. Example:

             uscan --http-header https://example.org@My-Token=qwertyuiop

           Security:

           The given baseUrl must exactly match the base url before '/'. Examples:
                 |        --http-header value         |           Good for          | Never used |
                 +------------------------------------+-----------------------------+------------+
                 | https://example.org.com@Hdr=Value  | https://example.org.com/... |            |
                 | https://example.org.com/@Hdr=Value |                             |     X      |
                 | https://e.com:1879@Hdr=Value       | https://e.com:1879/... |            |
                 | https://e.com:1879/dir@Hdr=Value   | https://e.com:1879/dir/... |            |
                 | https://e.com:1879/dir/@Hdr=Value  |                             |     X      |

           It is strongly recommended to not use this feature to pass a secret token over unciphered connection
           (http://)
           You can use "USCAN_HTTP_HEADER" variable (in "~/.devscripts") to hide secret token from scripts
       --no-exclusion
           schließt Dateien, die in debian/copyright im Feld Files-Excluded erwähnt  wurden,  nicht  automatisch
           aus.

       --no-symlink
           benennt den Original-Tarball weder um, noch wird er neu gepackt.

       --timeout N
           setzt die Zeitüberschreitung auf N Sekunden (Voreinstellung 20 Sekunden).

       --user-agent, --useragent
           setzt die vorgegebene User-Agent-Kopfzeile außer Kraft.

       --help
           gibt eine kurze Gebrauchsinformation.

       --version
           zeigt Versionsinformationen.

       uscan akzeptiert außerdem die folgenden Optionen und leitet sie an mk-origtargz weiter:

       --symlink
           erstellt  symbolische  orig.tar.gz-Verweise (mit passender Endung) auf die heruntergeladenen Dateien.
           (Dies ist das Standardverhalten.)

       --copy
           kopiert die heruntergeladenen Dateien, statt, wie oben beschrieben, symbolische  Verweise  darauf  zu
           erstellen.

       --rename
           benennt die heruntergeladenen Dateien um, statt, wie oben beschrieben, symbolische Verweise darauf zu
           erstellen.

       --repack
           After  having  downloaded an lzma tar, xz tar, bzip tar, gz tar, lz tar, zip, jar, xpi, zstd archive,
           repack it to the specified compression (see --compression).

           The unzip package must be installed in order to repack zip,  jar,  and  xpi  archives,  the  xz-utils
           package  must  be  installed to repack lzma or xz tar archives, zstd must be installed to repack zstd
           archives, and lzip must be installed to repack lz tar archives.

       --compression [ gzip | bzip2 | lzma | xz ]
           Falls die Quellen der Originalautoren neu gepackt wurden (entweder weil die Option --repack angegeben
           wurde   oder   debian/copyright   das   Feld   Files-Excluded   enthält),   ist   es   möglich,   die
           Komprimierungsmethode  über diesen Parameter zu steuern. Voreinstellung ist für normale Tarbälle gzip
           und xz für Tarbälle, die direkt aus dem Git-Depot erstellt werden.

       --copyright-file Copyright-Datei
           schließt Dateien aus, die in Files-Excluded in der angegebenen Copyright-Datei erwähnt  werden.  Dies
           ist nützlich, wenn uscan nicht innerhalb eines Quellpaketverzeichnisses ausgeführt wird.

DEVSCRIPT-KONFIGURATIONSVARIABLEN

       Für den einfachen Gebrauch benötigt uscan das Setzen dieser Konfigurationsvariablen nicht.

       Die beiden Konfigurationsdateien /etc/devscripts.conf und ~/.devscripts werden durch eine Shell in dieser
       Reihenfolge  eingelesen,  um  Konfigurationsvariablen zu setzen. Diese können durch Befehlszeilenoptionen
       außer Kraft gesetzt werden.  Zu  diesem  Zweck  werden  Umgebungsvariablen  ignoriert.  Falls  die  erste
       angegebene  Befehlszeilenoption  --noconf  ist, werden diese Dateien nicht gelesen. Die derzeit bekannten
       Variablen sind:

       USCAN_DOWNLOAD
           nur Herunterladen oder melden:

           no: entspricht --no-download, neuere Dateien der Ursprungsautoren werden nicht heruntergeladen.
           yes: entspricht --download, neuere Dateien der Ursprungsautoren werden heruntergeladen. Dies ist das
           Standardverhalten.
               Siehe auch --force-download und --overwrite-download.

       USCAN_SAFE
           Falls dies auf yes gesetzt ist, verhindert uscan die Ausführung unsicherer Skripte, indem das erneute
           Packen heruntergeladener Pakete als auch das  Aktualisieren  des  Quellverzeichnisbaums  übersprungen
           werden. Dies entspricht den --safe-Optionen. Außerdem setzt dies die Voreinstellung auf --no-download
           und --skip-signature.

       USCAN_TIMEOUT
           Falls  dies auf eine Zahl N gesetzt ist, wird die Zeitüberschreitung auf N Sekunden eingestellt. Dies
           entspricht der Option --timeout.

       USCAN_SYMLINK
           Falls    dies    auf    »no«    gesetzt    ist,    wird     kein     symbolischer     Verweis     für
           Paket_Version.orig.tar.{gz|bz2|lzma|xz}  erstellt  (entspricht der Option --no-symlink). Falls es auf
           yes oder symlink gesetzt ist, dann werden symbolische Verweise erstellt. Falls es auf rename  gesetzt
           ist, werden die Dateien umbenannt (entspricht der Option --rename).

       USCAN_DEHS_OUTPUT
           Falls  dies auf yes gesetzt ist, wird eine Ausgabe im DEHS-Stil verwendet. Dies entspricht der Option
           --dehs.

       USCAN_VERBOSE
           Falls dies auf yes gesetzt ist, wird eine detaillierte Ausgabe erzeugt. Dies  entspricht  der  Option
           --verbose.

       USCAN_USER_AGENT
           Falls  gesetzt,  wird  die angegebene User-Agent-Zeichenkette anstelle der vorgegebenen benutzt. Dies
           entspricht der Option --user-agent.

       USCAN_DESTDIR
           Falls gesetzt, werden heruntergeladene Dateien in diesem Verzeichnis abgelegt.  Dies  entspricht  der
           Option --destdir.

       USCAN_REPACK
           If  this  is  set  to  yes,  then  after  having downloaded a bzip tar, lzma tar, xz tar, zip or zstd
           archive, uscan will repack it to the specified compression (see --compression). This is equivalent to
           the --repack option.

       USCAN_EXCLUSION
           Falls dies auf »no« gesetzt ist, werden im Feld Files-Excluded von debian/copyright erwähnte  Dateien
           ignoriert   und   es  wird  nicht  versucht,  Dateien  auszuschließen.  Dies  entspricht  der  Option
           --no-exclusion.

       USCAN_HTTP_HEADER
           If set, the specified http header will be used if URL match.  This  is  equivalent  to  --http-header
           option.

       USCAN_VCS_EXPORT_UNCOMPRESSED
           If  this  is set to yes, tarballs exported from a version control system will not be compressed. This
           is equivalent to the --vcs-export-uncompressed option.

EXIT-STATUS

       Der Exit-Status gibt einige Hinweise, ob eine neuere Version gefunden wurde oder nicht; es wird  geraten,
       die  Ausgabe zu lesen, um genau zu bestimmen, was geschehen ist und ob irgendwelche Warnungen zu beachten
       sind.

       0   Es wurde entweder --help oder --version benutzt oder es wurde für eine untersuchte  watch-Datei  eine
           neuere Version der Ursprungsautoren gefunden.

       1   Es wurde für keine der untersuchten watch-Dateien eine neuere Version der Ursprungsautoren gefunden.

FORTGESCHRITTENE FUNKTIONALITÄTEN

       uscan  hat  viele  weitere  verbesserte  Funktionalitäten, die im obigen Abschnitt der Einfachheit halber
       übersprungen wurden. Schauen wir uns ihre Glanzlicher an.

       uscan kann mit Pfad als Argument ausgeführt werden, um  das  Startverzeichnis  der  Suche  vom  aktuellen
       Verzeichnis auf Pfad zu ändern.

       Falls  Sie  nicht  genau wissen, was im Hintergrund geschieht, aktivieren Sie bitte die Option --verbose.
       Falls dies nicht ausreicht, aktivieren Sie die Option --debug, um alle internen Aktivitäten zu sehen.

       Weitere Variationen finden Sie unter BEFEHLZEILENOPTIONEN und DEVSCRIPT-KONFIGURATIONSVARIABLEN.

   Benutzerdefiniertes Skript
       Der optionale Parameter Skript in debian/watch bedeutet, dass Skript mit Optionen nach  der  Verarbeitung
       dieser Zeile ausgeführt wird, falls angegeben.

       Wie uscan das benutzerdefinierte Skript aufruft, finden Sie unter "CHRONIK UND UPGRADES DURCHFÜHREN".

       Um die Kompatibilität mit anderen Werkzeugen wie git-buildpackage zu wahren, ist es vermutlich keine gute
       Idee,  benutzerdefinierte  Skripte  mit zufälligem Verhalten zu erstellen. Im Allgemeinen ist uupdate die
       beste Wahl für das nichtnative Paket und benutzerdefinierte Skripte, falls sie erstellt  wurden,  sollten
       sich   wie   uupdate   verhalten.   Einen   möglichen  Anwendungsfall  finden  Sie  beispielsweise  unter
       <http://bugs.debian.org/748474>.

   URL-Umleitung
       Einige populären Websites haben ihre Seitenstruktur geändert, was Wartungsprobleme  mit  der  Watch-Datei
       verursachte. Es gibt einige Weiterleitungsdienste, die erstellt wurden, um die Wartung der Watch-Datei zu
       erleichtern.  Derzeit  leitet  uscan  URL-Anfragen  automatisch  an  die  folgenden URLs weiter, um diese
       Situation zu bewältigen.

       •   <http://sf.net>

       •   <http://pypi.python.org>

   Prüfung von Verzeichnisnamen
       Ähnlich wie viele andere Skripte im Paket devscripts, erkundet  uscan  die  abgefragten  Verzeichnisbäume
       nach  debian/changelog-  und  debian/watch-Dateien.  Als  eine Schutzmaßnahme gegen verirrte Dateien, die
       potenziell Probleme bereiten und um die Leistung zu  steigern,  wird  es  den  Namen  des  übergeordneten
       Verzeichnisses   untersuchen,   sobald   es   die  debian/changelog-Datei  findet,  und  prüfen,  ob  der
       Verzeichnisname  dem  Paketnamen  entspricht.  Es  wird  nur  versuchen,  neuere  Versionen  des   Pakets
       herunterzuladen  und  dann  jede  angefragte Aktion durchführen, falls der Verzeichnisname zum Paketnamen
       passt.   Wie   dies   genau   geschieht,   wird    durch    die    beiden    Konfigurationsdateivariablen
       DEVSCRIPTS_CHECK_DIRNAME_LEVEL    und    DEVSCRIPTS_CHECK_DIRNAME_REGEX    sowie   ihren   entsprechenden
       Befehlszeilenoptionen --check-dirname-level und --check-dirname-regex geregelt.

       DEVSCRIPTS_CHECK_DIRNAME_LEVEL kann die folgenden Werte annehmen:

       0   prüft den Verzeichnisnamen nie.

       1   prüft nur den Verzeichnisnamen, falls bei der Suche nach debian/changelog  das  Verzeichnis  geändert
           werden muss, das heißt, das Verzeichnis, das debian/changelog enthält, nicht das Verzeichnis ist, aus
           dem uscan aufgerufen wurde. Dies ist das Standardverhalten.

       2   prüft den Verzeichnisnamen immer.

       Der  Verzeichnisname  wird  geprüft,  indem  getestet wird, ob der aktuelle Verzeichnisname (wie er durch
       pwd(1)  bestimmt  wurde)  zum  regulären  Ausdruck  passt,  der   durch   die   Konfigurationsdateioption
       DEVSCRIPTS_CHECK_DIRNAME_REGEX  oder  die  Befehlszeilenoption  --check-dirname-regex  regulärer_Ausdruck
       angegeben wurde. Hierbei ist regulärer_Ausdruck ein regulärer Perl-Ausdruck (siehe perlre(3perl)), der an
       den Anfang und das Ende verankert  wird.  Falls  regulärer_Ausdruck  ein  /  enthält,  muss  er  auf  den
       vollständigen  Verzeichnispfad  passen.  Falls nicht, dann muss er auf den vollständigen Verzeichnisnamen
       passen. Falls regulärer_Ausdruck die Zeichenkette  Paket  beinhaltet,  wird  dies  durch  den  Namen  des
       Quellpakets   ersetzt,  wie  er  aus  debian/changelog  bestimmt  wird.  Der  vorgegebene  Wert  für  den
       regulären_Ausdruck ist: Paket(-.+)?, daher entspricht er Verzeichnisnamen wie Paket und Paket-Version.

CHRONIK UND UPGRADES DURCHFÜHREN

       Dieser Abschnitt beschreibt kurz die rückwärtsinkompatiblen  watch-Dateifunktionalitäten,  die  in  jeder
       watch-Dateiversion hinzugefügt wurden, und die erste Version des devscripts-Pakets, das sie verstand.

       Vorversion 2
           Zu  jener  Zeit  war die watch-Dateisyntax signifikant anders. Verwenden Sie sie nicht. Falls Sie ein
           Upgrade von  einer  watch-Datei  einer  Version  vor  2  durchführen,  wird  Ihnen  empfohlen,  diese
           Handbuchseite zu lesen und von Grund auf neu zu beginnen.

       Version 2
           devscripts version 2.6.90: The first incarnation of the current style of watch files. This version is
           also deprecated and will be rejected after the Debian 11 release.

       Version 3
           devscripts-Version  2.8.12  führte  das Folgende ein: korrekte Handhabung von Sonderzeichen regulärer
           Ausdrücke  im  Pfadteil,  Verzeichnis-/Pfadmusterabgleich,  Versionsnummern   in   mehreren   Teilen,
           Versionsnummerverarbeitung. Neuere Versionen haben außerden URL-Verarbeitung eingeführt.

           Falls  Sie  ein Upgrade von Version 2 durchführen, besteht die Hauptinkomatibilität, wenn Sie mehrere
           Gruppen im Musterteil haben; während nur die erste in Version 2 benutzt würde,  werden  sie  alle  in
           Version  3 verwendet. Um dieses Verhalten zu vermeiden, ändern Sie die Nichtversionsnummergruppen so,
           dass sie (?:   )- anstelle von einfachen (    )-Gruppen sind.

           •   uscan   ruft   das   benutzerdefinierte   Skript   als   »Skript    --upstream-version    Version
               ../Quellpaket_Version.orig.tar.gz« auf.

           •   uscan   ruft   das   Standard-uupdate   als   »uupdate  --no-symlink  --upstream-version  Version
               ../Quellpaket_Version.orig.tar.gz auf.

       Version 4
           devscripts-Version 2.15.10:  die  erste  Verkörperung  der  watch-Datei,  die  mehrere  Tarbälle  der
           Ursprungsautoren unterstützt.

           Die  Syntax  der  Watch-Datei  wurde  gelockert,  um zur Lesbarkeit den Umgang mit mehr Leerräumen zu
           erlauben.

           Falls Sie ein benutzerdefiniertes Skript  anstelle  von  uupdate  haben,  stoßen  Sie  möglicherweise
           ebenfalls beim Aktualisieren von Version 3 auf Probleme.

           •   uscan ruft das benutzerdefinierte Skript als »Skript --upstream-version Version« auf.

           •   uscan ruft das Standard-uupdate als »uupdate --find --upstream-version Version« auf.

           Die  Beschränkung  für  --dehs  wird  aufgehoben, indem andere Ausgaben auf die Standardfehlerausgabe
           umgeleitet werden, wenn sie aktiviert ist.

SIEHE AUCH

       dpkg(1), mk-origtargz(1), perlre(1), uupdate(1), devscripts.conf(5)

AUTOR

       Die  Originalversion  wurde  von  Christoph   Lameter   <clameter@debian.org>   geschrieben.   Bedeutende
       Verbesserungen,  Änderungen  und  Fehlerbehebungen wurden von Julian Gilbey <jdg@debian.org> vorgenommen.
       Piotr Roszatycki <dexter@debian.org> fügte HTTP-Unterstützung hinzu. Das Programm wurde neu in  Perl  von
       Julian Gilbey geschrieben. Xavier Guimard hat es mittels Moo in objektorientiertes Perl umgewandelt.

Debian-Hilfswerkzeuge                              2025-09-02                                        USCAN.DE(1)